Traumatherapie

Trauma-Arbeit STA®

  • Behandlung von traumatischem Stress aus der Kindheit (Kinder, die in Alkoholiker aufwuchsen, psychisch kranke Eltern hatten oder Gewalt erlebten)
  • Verfeinerung der Körperwahrnehmung und Empfindungen.
  • Stressabbau: Behandlung und Integration traumatischer Erfahrungen oder anderer psychischer oder physischer Verletzungen.
  • Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen nach Unfällen oder andern traumatischen Erfahrungen.

 

Was ist ein Trauma?

Ein Trauma ist ein Ereignis, das den Menschen physisch und psychisch so überfordert, dass es mit den normalen Bewältigungsstrategien nicht verarbeitet werden kann. Etwas ist zu viel und passiert zu schnell. Traumasymptome entstehen nicht nur durch das traumatische Erlebnis selbst, sondern durch erstarrte Energie, die nach dem Abklingen des traumatischen Erlebnis nicht aufgelöst worden ist. Körper und Seele bleiben in schockiertem Zustand.

Nach einer traumatischen Erfahrung ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Das Gehirn hat keine Chance zu verarbeiten, was tatsächlich passiert ist, weil alles zu

schnell passierte. Deshalb ist es nötig später zu klären, was genau passiert ist, damit das Gehirn die Erfahrung korrekt speichern, verarbeiten und integrieren kann. Eine generalisierte Angststörung ist oft die Folge einer unverarbeiteten traumatischen Erfahrung.

Dem Gehirn ist nicht klar, wo genau die Ängste hin gehören, wo der Mensch tatsächlich einer Bedrohung ausgesetzt war. Es überträgt die Angst zuerst in alle Situationen, die irgendwie mit der traumatischen Situation verbunden waren. Später wird fast alles gefährlich. Doch die Todesangst gehört zu einem bestimmten Ereignis, das zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort passiert ist.

 

Das limbische System wertet die Wahrnehmung eigenständig aus

Das limbische System, welches unbewusst und blitzschnell alles emotional bewertet,

braucht „Nachhilfe-Unterricht“. Sonst sorgt es mit der Ausschüttung von Stresshormonen dafür, dass traumatisierte Menschen ständig in Alarmbereitschaft bleiben. Das Gehirn muss lernen, dass die Gefahr vorbei ist und der Organismus sich wieder entspannen kann. Das erreiche mit der Integrativen Enttrübungs- und Entkoppelungstechnik IEET®, die von Irena Tüscher selbst entwickelt wurd. Diese Behandlung bewirkt, dass ein traumatisches Ereignis korrekt eingeordnet wird und keinen Stress mehr verursacht. Alle „Trigger“ (Auslöser für Stress) werden desensibilisiert und es entstehen neue synaptische Verbindungen dadurch, dass die Situation vom Gehirn korrekt eingeordnet wird. Es wird klar benannt, was passiert ist und dass es vorbei ist, dass der Mensch überlebt hat und wieder gelassen und ruhig weiter leben kann.

 

Es braucht eine Umprogrammierung im Gehirn.

Es ist mir ein Anliegen, meinen Klienten die neurobiologischen Zusammenhänge zu

erklären. Ich will, dass sie verstehen, dass Amygdala, welche die Ausschüttung der

Stresshormone initiiert, nach einer traumatischen Erfahrung übererregt bleibt, wenn sie nicht beruhigt wird. Immer dann, wenn sie eine Situation (oft fälschlicherweise) als gefährlich einstuft, aktiviert sie den Sympathikus. Da Amygdala nicht unserem Willen unterstellt ist, sondern für unser Überleben zuständig ist, initiiert sie die Ausschüttung der Stresshormone so lange, bis sie begriffen hat, dass eine bestimmte Situation heute nicht mehr gefährlich ist. Es braucht eine Umprogrammierung Im Gehirn! „Nur“ darüber reden bewirkt noch keine Neuprogrammierung im limbischen System. Dazu braucht es geeignete Entkoppelungstechniken, damit Amygdala lernt, die Situation angemessen einzuordnen. Das heisst die Realität heute so zu erkennen, wie sie tatsächlich ist, nicht mehr gefährlich, wie damals.

 

Somatische Trauma-Arbeit STA®

Ich hab bei Irena Tüscher die Ausbildung der somatischen Trauma-Arbeit STA® kennengelernt. Diese Arbeit wurde von Irena Tüscher nach jahrelanger Arbeit mit traumatisierten Menschen entwickelt. STA® beinhaltet Methoden der Trauma Therapie nach Babette Rotschild, Peter Levine, Transaktionsanalyse, Kinesiologie, Akupressur und IEET® (integrative Enttrübungs- und Entkoppelungstechnik). Von zentraler Bedeutung sind die Erkenntnisse der Neurobiologie, insbesondere dem limbischen System, das für die emotionale Bewertung einer Erfahrung verantwortlich ist.

STA® baut auf neurobiologischem Grundlagenwissen auf, beinhaltet den Aufbau von Ressourcen, gezieltes Stabilisieren durch Reduktion von traumatischem Stress, eine klare Strukturierung des Gespräches, Vorbereitung der Trauma-Arbeit bis zur Behandlung des Zentrums der traumatischen Erfahrung, damit das Ereignis integriert und im Bewusstsein verankert werden kann.

 

Empfehlenswerter Link Institut für somatische trauma-arbeit STA®

www.trauma-arbeit.ch